Akkordeon mit Schriftzug Akkordeonhaus Schöller als Balg

Tipps zum Akkordeonkauf

Beim Kauf eines Akkordeons spielen neben der Größe und dem Preis noch viele andere Überlegungen eine Rolle.
Soll es ein neues Instrument sein oder ein Gebrauchtinstrument?
Gebrauchtinstrumente können dann für Sie eine Option sein, wenn Sie bereit sind, gewisse Nachteile in Kauf zu nehmen. Zunächst sind es optische Mängel wie Kratzer am Gehäuse oder Verfärbungen und Sprünge in den Tasten. Sie beeinträchtigen die Funktionstüchtigkeit des Instrumentes nicht. Anders verhält es sich bei Abnützungen der mechanischen Einzelteile wie Klappen, Hebel, Registerdrücker und dergleichen. Hier kann auch der beste Reparateur nichts ausrichten, wenn ein Instrument jahrzehntelang im Gebrauch war. Natürlich könnte man alle Einzelteile ersetzen, aber der Aufwand wäre so groß und die Reparatur so teuer, dass man sich um nur etwas mehr Geld ein neues Instrument anschaffen kann. Die Abnützungen machen sich bei gebrauchten Instrumenten also durch einen erhöhten Kraftaufwand beim Drücken der Tasten, Knöpfe und Registerschalter bemerkbar, andererseits durch einen größeren Luftverbrauch beim Betätigen des Balges, weil das Instrument nicht hundertprozentig dicht ist.

Das Alter des Instruments steht in direktem Zusammenhang mit der Frage, ob sich eine Reparatur noch auszahlt. Von Instrumenten, die mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben, sollte man die Finger lassen oder sich dessen Mängel bewusst sein.

Wie unterscheiden sich hochwertige von Einsteiger-Instrumenten?
Wie bei allen Konsumgütern gibt es auch bei Akkordeons Instrumente in unterschiedlichen Preisklassen. Hochwertige Instrumente haben
Reicht als Anfänger nicht ein günstiges Instrument?
Wer Anfänger am Akkordeon ist, stellt sich die Frage, ob nicht ein günstiges Instrument für den Anfang reicht, bis man sicher ist, dass man dabei bleibt oder bis man etwas mehr kann. Die Antwort ist ganz klar: wer hier spart, spart am falschen Platz. Wer mit einem guten Instrument lernt, wird viel lieber üben und Fortschritte machen, als mit einem schlechten Instrument. Ein geübter Spieler kann auch aus einem günstigen Instrument etwas Wohlklingendes herausholen, weil er weiß, worauf es ankommt. Als Anfänger sollte man sich aber auf das Instrument verlassen können und seine Energie und Konzentration einzig auf das Erlernen der Technik richten. Reagiert das Instrument schwerfälliger, ist ein zusätzlicher Kraftaufwand nötig, den man sich ersparen kann.

Wer Autofahren lernt, kann dies auch mit einem Oldtimer tun, aber wie oft wollen Sie damit die Strecke Wien - Salzburg fahren, wenn jeder Gangwechsel zur Geduldsfrage wird oder der Motor bei jedem Halt an der Ampel ins Stottern gerät?

Auch wenn der höhere Preis eines guten Instrumentes erst einmal abschreckt, sollte man bedenken, dass auch der Wiederverkaufswert von hochwertigen Instrumenten um vieles höher ist als der von günstigen Instrumenten.

Welche Größe ist ideal für Erwachsene?
Die Mindestgröße für Erwachsene liegt bei 72 Bass. Damit kann man Stücke in allen 12 Tonarten spielen. Bei Instrumenten mit 48 Bass führt die Gehäusegröße bei Erwachsenen dazu, dass man einen krummen Rücken macht beim Spielen, was auf Dauer zu Kreuzschmerzen führt. Instrumente mit 96 Bässen sind ebenfalls eine gute Wahl, da sie in der Regel vierchörig im Diskant (rechte Seite des Akkordeons mit Tasten oder Knöpfen) sind und damit eine größere Auswahl an verschiedenen Registern einhergeht, was die Klangvielfalt erhöht. Mit der Größe eines Instrumentes steigt auch sein Gewicht, deshalb sind Instrumente mit 120 Bass für manche zu schwer.
Welche Instrumente gibt es für Kinder?
Das ideale Einstiegsalter, um Akkordeon zu lernen, liegt bei ca. 8 Jahren. Die kleinste gängige Größe bei Akkordeons sind Instrumente mit 48 Bass. Diese wiegen um die 6 kg. Kleinere Instrumente fallen unter die Kategorie Spielzeug und sind nicht geeignet, ernsthaft darauf zu lernen.